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Häufige Elternfragen

Milchzähne haben eine wichtige Funktion: Es sind Platzhalter für die bleibenden Zähne. Aber auch zum Sprechen, Abbeißen und Lächeln sind die Milchzähne da. Entzündungen an Milchzähnen können den darunter liegenden bleibenden Zahn schädigen, aber auch das gesamte Immunsystem des Kindes schwächen. Besteht ein hohes Kariesrisiko, ist die Gefahr, dass bleibende Zähne von den Bakterien angesteckt werden, sehr groß.

Alle Milchzähne haben zunächst Wurzeln, die langsam aufgelöst werden, wenn der bleibende Zahn unten drunter nachwächst. Die Milchzähne beginnen dann zu wackeln und fallen schließlich aus.

Mit dem Durchbruch des ersten Zahnes (ca. 6-9 Monate) soll mit dem Zähneputzen begonnen werden. 2x am Tag (morgens und abends) mit einer weichen Kinderzahnbürste und fluoridhaltiger Kinderzahnpasta - erbsengrosse Menge bei 500 PPM Fluoridkonzentration oder reiskorngroße Menge bei 1000 PPM Fluoridkonzentration bis zum 2. Geburtstag, danach 2x täglich mit erbsengroßer Menge der fluoridierten Kinderzahnpasta mit 1000 PPM. Es ist wichtig, dass nach dem abendlichen Putzen nichts mehr zu trinken oder zu essen angeboten wird. Denn gerade in der Nacht ist die Speichelproduktion und damit seine Schutzfunktion herabgesetzt. Die Bakterien haben somit über Stunden freies Feld, ihre schädlichen Säuren zu produzieren und die Zähne anzugreifen.

Grundsätzlich gilt:
Ein sauberer, belagfreier Zahn entwickelt keine Karies. Das heißt, dass unabhängig vom Zustand der Zähne der Eltern, mit der richtigen Ernährung, einer effektiven häuslichen Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollen und Prophylaxesitzungen beim Zahnarzt, Ihr Kind gute Chancen auf gesunde Zähne hat. Lediglich die Zusammensetzung des Speichels, der eine Reparaturfunktion hat, sowie die Form der Zähne sind vererbbar. Da Karies aber eine Infektionskrankheit ist, können Eltern ihre Kinder mit den Bakterien (z.B. beim Ablecken von Schnuller oder Breilöffel) infizieren.

Mit ungefähr 6 Jahren kommt meistens der erste bleibende Backenzahn hinter dem letzen Milchzahn. Der Zahnwechsel ist erst mit ungefähr 12 bis 13 Jahren abgeschlossen, wenn die hinteren Milchbackenzähne ausfallen. Die Eltern warten auf einen Wackelzahn und bemerken häufig den bleibenden hinteren Zahn gar nicht. Deshalb ist es sehr wichtig beim Putzen richtig in den Mund des Kindes schauen zu können (am besten, indem man sich hinter das Kind stellt), um diese Zähne von Anfang an richtig gut sauber zu halten. Oft sind aber auch die unteren Schneidezähne die ersten Wackelzähne, die den Zahnwechsel ankündigen und der hintere Backenzahn kommt etwas später.

Fluorid ist nicht nur ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt und besonders im Wasser enthalten. Fluorid ist auch in unserem Speichel, sorgt in der Mundhöhle für das ökologische Gleichgewicht und schützt damit unsere Zähne vor Karies. Jeder von uns nimmt täglich mit der Nahrung, vor allem mit Getränken, Fluoride in unterschiedlichen Konzentrationen bzw. Mengen auf. Da sich unsere Ernährungsgewohnheiten im Laufe der Zeit aber verändert haben, reicht der natürliche Fluoridschutz nicht mehr aus: Um die Zähne widerstandsfähiger gegen Karies zu machen, müssen wir zusätzlich Fluoride zu uns nehmen. Fluoride lagern sich in den Zahnschmelz ein. Der Zahnschmelz wird so widerstandsfähiger gegen die aggressiven Säuren der Plaque-Bakterien. Fluoride verringern die Löslichkeit des Zahnschmelzes. Fluoride helfen dem Speichel, die Zähne wieder zu reparieren.

Wenn Backenzähne tiefe Furchen und Rillen in der Kaufläche aufweisen, ist es sinnvoll, diese Stellen vor Bakterien zu schützen, denn die Borsten der Zahnbürste erreichen diese Stellen nicht. Mit einem dünnflüssigen Kunststofflack werden nach gründlicher Reinigung des Zahnes diese Vertiefungen zugemacht und den Zähnen somit ein Schutz vor Bakterien geboten. Dabei kann eine Versieglung an Milchzähnen genauso sinnvoll sein wie am bleibenden Backenzahn.

Die Ursache für Flaschenkaries liegt in der überwiegend nächtlichen Gabe einer Flasche, Sigg-Flasche, etc., wobei es unwichtig ist, ob sie Fruchtsaft, gesüßten Tee oder Milch enthält, denn Bakterien können den Zucker aus all diesen Getränken gleichermaßen verwenden, um ihre schädlichen Säuren zu produzieren und die Zähne zu zerstören. Auch langes Stillen kann zu dieser Form der Karies führen. Entscheidend ist, dass die Zähne über längere Zeit von zuckerhaltigen Getränken umspült werden und gerade nachts die Speichelproduktion herabgesetzt ist und somit seine Reinigungsfunktion. Zuerst werden die oberen Schneidezähne, dann die Backenzähne angegriffen, die unteren Schneidezähne bleiben vorerst intakt, da sie beim Trinken/Nuckeln durch die Zunge geschützt werden. Typisch ist die sehr schnelle Verlaufsform dieser Karies von anfangs weißen Linien entlang des Zahnfleischsaums bis zu den gelb-braunen Verfärbungen der Zähne. In diesem Stadium brechen die kariösen Zähne sehr leicht ab.

Wenn Kinderzähne trotz guter Pflege bröckeln und vergilben, fühlen sich viele Eltern ratlos.

Bei der sogenannten Molaren Inzisiven Hypomineralisation (MIH) handelt es sich um eine Störung der Schmelzbildung - Hypomineralisation - die hauptsächlich die ersten bleibenden Backenzähne (Molaren) sowie ggf. die bleibenden Schneidezähne (Inzisiven) betrifft und bei der es bereits vor dem Durchbruch der betroffenen Zähne in die Mundhöhle zu gelblich-bräunlichen bzw. weißlichcremefarbenen Flecken auf einem oder mehreren ersten bleibenden Backenzähnen und eventuell auch der Frontzähne kommt . Immer mehr wird diese Mineralisationsstörung auch an den zweiten Milchmolaren vorgefunden.

Die MIH-Zähne zeichnen sich, abhängig vom Schweregrad, nicht nur durch einen Verlust der Zahnhartsubstanz und ein erhöhtes Kariesrisiko, sondern auch durch eine hohe Empfindlichkeit (Temperatur, Berührung) und oftmals schlechte Anästhesierbarkeit aus. Gerade gelbliche bis bräunliche Verfärbungen, die dabei auftreten können, sind im Frontzahnbereich auch eine ästhetische Belastung. Der Ausprägungsgrad der MIH kann dabei eine milde bis schwere Form annehmen. Deutschlandweit leiden etwa 10% der Grundschulkinder an dieser Erkrankung.

Neben der Farbveränderung haben die betroffenen Zähne eine schlechtere Schmelzqualität als gesunde Zähne: Der Schmelz ist weicher und poröser, was häufig zu einem Abplatzen der betroffenen Areale bereits während oder kurz nach ihrem Durchtritt in die Mundhöhle führt. MIH-Zähne sind oftmals stark temperatur- und berührungsempfindlich, was alltägliche Aktivitäten, wie z.B. das Zähneputzen oder Essen und Trinken heißer oder kalter Nahrungsmittel und Getränke schmerzhaft machen kann. Beides führt dazu, dass MIH-Zähne deutlich kariesanfälliger sind als gesunde Zähne und meist schon frühzeitig zahnärztlich behandelt werden müssen.

Wodurch eine MIH entsteht ist unklar. Vermutet wird ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren, die während des Zeitraums der Zahnentwicklung der befallenen Zähne (8. Schwangerschaftsmonat bis etwa zum 4. Lebensjahr) einwirken. Hierbei werden insbesondere chronische Erkrankungen des Kindes (vor allem Atemwegserkrankungen), Medikamenteneinnahmen (vor allem Antibiotika) sowie Umwelttoxine (vor allem Kunststoffbestandteile, wie Bisphenol A) als mögliche Ursachen diskutiert.

Zur Diagnose genügt allein der Blick des Zahnarztes in den Mund des Kindes. Bei einer schweren MIH-Form ist eine Diagnosestellung schon während des Zahndurchbruchs des ersten Molaren, also bereits im Alter von etwa 6 Jahren sinnvoll, um durch frühzeitige Therapie Folgeschäden der MIH so gering wie möglich zu halten. Das günstigste Untersuchungsalter zur MIH-Diagnostik beträgt 8 Jahre, da dann i.d.R. alle Molaren und Inzisiven vollständig in der Mundhöhle sichtbar sind.

Bei einer milden Ausprägung der MIH (ohne Zahnhartsubstanzverlust) wird der betroffene Zahn ähnlich wie ein gesunder behandelt und ggf. mit einer Fissurenversiegelung versorgt. Zusätzlich sollte er bei regelmäßigen Kontrollen im Abstand von etwa 3 -6 Monaten einen hochkonzentrierten Fluoridlack auftragen. Beides sind Maßnahmen, die der Kariesprophylaxe dienen.

st es bereits zu einem Verlust von Zahnhartsubstanz gekommen, wird, abhängig vom Durchbruchzustand des Zahnes und dem Schweregrad des Defektes, eine Füllung aus einem zunächst temporären (z.B. Glasionomerzement) oder direkt definitiven Füllungsmaterial (Komposit) bzw. eine Teil- oder Vollüberkronung (z.B. konfektionierte Stahlkrone, individuell laborgefertigte Krone) des Zahnes empfohlen. Amalgam ist zur Versorgung von MIH-Zähnen nicht geeignet. In sehr schweren MIH-Fällen kann nach Absprache mit einem Kieferorthopäden auch die Entfernung des betroffenen Zahnes mit anschließendem kieferorthopädischen Lückenschluss sinnvoll sein.

Wenn Eltern nachts Geräusche aus dem Kinderzimmer vernehmen, kann es sich um ein Knirschen mit den Zähnen handeln, obwohl das Kind tief schläft. Man nennt es Bruxismus und bei Kindern ist eine weit verbreitete Verhaltensform. Das Kind presst die Kiefer aufeinander, reibt die Zähne aneinander, und dies, ohne es selbst zu merken oder davon wach zu werden. In der Fachliteratur findet man überwiegend die Meinung vor, dass dies ein physiologischer und kein pathologischer, also krankheitsbedingter Prozess ist, und eher harmlos ist und keiner speziellen Behandlung bedarf. Es gehört oftmals zur normalen Entwicklung der Kiefer und zum Wachstumsprozess dazu und ist bei dem einen oder anderen Kind mehr oder weniger stark ausgeprägt. Meist im Jugendlichenalter hören die Kinder mit dem Knirschen wieder auf. Manchmal kann die Ursache darin liegen, dass die Zähne nicht richtig aufeinander passen, oder es tritt bei Zahnungsproblemen oder Ohrenschmerzen auf. Auch Stress, ob in der Schule oder in der Familie z.B. kommt als möglicher Grund in Frage. Spezielle Knirscher-Schienen werden in der Regel bei Kindern im Milchzahngebiß nicht eingesetzt. Aber in jedem Fall sollten die Eltern uns ansprechen, wenn es bei ihren Kindern der Fall ist - wir helfen weiter!!

Bitte kommen Sie möglichst schnell mit Ihrem Kind in die Praxis. Denn oft können Kinder den Schmerz nicht richtig einschätzen und lokalisieren und Schmerzmittel helfen nur für kurze Zeit und beheben nicht die Ursache. Durch eine Behandlung kann Ihrem Kind meist schnell geholfen werden.

Bitte suchen Sie so schnell wie möglich die Praxis auf – denn eine rasche Therapie ist für den Behandlungserfolg und somit den Erhalt des Zahnes ausschlaggebend. Besonders wenn ein bleibender Frontzahn ganz herausgeschlagen ist, sollte er innerhalb einer Stunde wieder eingesetzt werden. Bitte fassen Sie den Zahn nur an der Krone und nicht an der Wurzel an, am besten legen Sie ihn in eine „Zahnrettungsbox“, die in Apotheken erhältlich ist. Ansonsten lagern Sie ihn in kalter Milch, steriler Kochsalzlösung oder zur Not in kaltem Leitungswasser oder Speichel. Sollte ein Stück des Zahnes herausgeschlagen sein, kann man es evtl. auch ankleben, dies sollte aber möglichst innerhalb eines Tages geschehen!! Gelockerte Zähne werden in ihre ursprüngliche Position gebracht und evtl. geschient. Ausgeschlagene Milchzähne setzt man nicht zurück, um den bleibenden Zahnkeim darunter nicht zu schädigen.

Wenn bei einem Kind die Zähne ganz eng zusammen stehen, ist eine Karies zwischen den Zähnen klinisch, also mit bloßem Auge, nicht zu erkennen. Durch ein Röntgenbild kann man aber eine kariöse Veränderung frühzeitig entdecken und das Loch mit geringem Aufwand reparieren. Auch Entzündungen an Wurzeln, die Schmerzen verursachen können und den bleibenden Zahnkeim schädigen können, werden auf den Röntgenbildern sichtbar.

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